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Region will für regionale Kulturarbeit mehr zahlen

Wirtschaftsausschuss stellt für regionale Kulturarbeit 250.000 Euro in Aussicht
16.11.2011 | 

Die regionale Kulturarbeit soll finanziell stärker gefördert werden. Dafür hat sich der Wirtschaftsausschuss heute einstimmig ausgesprochen und ab 2012 eine jährliche Beteiligung von 250.000 Euro in Aussicht gestellt. Bisher hat der Verband Region Stuttgart insgesamt 50.000 Euro pro Jahr beigesteuert. Offen bleibt, ob der Vorschlag des Kulturexperten Professor Dr. Oliver Scheytt, eine Gesellschaft KulturRegion Stuttgart zu gründen, realisiert wird. Die Organisationsform soll nun in weiteren Gesprächen des KulturRegion Stuttgart e. V., des Verbands Region Stuttgart und der Regio Marketing GmbH geklärt werden.

Strategieprozess als "sehr gute Basis"
Grundlage für die Neuausrichtung der regionalen Kulturarbeit ist ein Konzept von Professor Dr. Scheytt als Ergebnis eines breit angelegten Strategieprozesses. Dieser partnerschaftliche Prozess von Verband Region Stuttgart und KulturRegion Stuttgart e. V. habe sich gelohnt, machte Regionaldirektorin Jeannette Wopperer deutlich. "Ich halte es für eine sehr gute Basis, an der wir weiterarbeiten sollten. Denn Kultur ist nicht nur Standortfaktor, sondern ein Wert an sich."

Das Konzept beziffert die Kosten auf mindestens 400.000 Euro, so dass abzüglich der 250.000 Euro als regionalem Betrag 150.000 Euro von den Mitgliedskommunen der KulturRegion e. V. aufgebracht werden müssten. Der Vorsitzende der KulturRegion, Christof Bolay, äußerte sich hoffnungsvoll, den Beitrag zusammenzubekommen. "Mein Ziel als Vorsitzender ist es, die 150.000 Euro zu erreichen." Knackpunkt dabei ist auch die Rolle der Stadt Stuttgart, die dafür wieder ihren früheren finanziellen Beitrag leisten müsste. Die Chancen dafür scheinen günstig, berichtete Regionalpräsident Thomas S. Bopp aus einem Gespräch mit OB Dr. Schuster. Sollte die regionale Kulturarbeit künftig auch die Jugendkultur im Fokus haben und ein großes Projekt als mittelfristige Vision entwickeln werden, sei die Stadt Stuttgart wieder an Bord.

Für Christine Arlt-Palmer (CDU) ist es "eine zwingende Voraussetzung", dass die Kommunen ihren finanziellen Beitrag von 150.000 Euro leisten. Auch die Stadt Stuttgart sollte in der KulturRegion wieder mitwirken. Dem Vorschlag von OB Dr. Schuster, das Thema Jugendkultur zu berücksichtigen, steht ihre Fraktion aufgeschlossen gegenüber. Dr. Jürgen Zieger (SPD) begrüßte den Konzeptvorschlag ebenfalls. "KulturRegion funktioniert ohne die Stadt Stuttgart nicht", forderte er ein regionales Bekenntnis ein. Allerdings dürften den Kommunen die Themen "nicht aus dem Stuttgarter Rathaus vorgegeben werden. "Es ist uns ein Anliegen, die KulturRegion einvernehmlich zu bespielen."

Andreas Hesky (Frei Wähler) stellte fest, dass die regionale Kulturarbeit in Form eines Vereins bisher gut funktioniert habe. Er kritisierte, dass das Grundproblem nicht gelöst sei, alle Mitglieder des KulturRegion e. V. einzubeziehen. Er sprach sich für eine gleichgewichtigere Finanzierung von Region und Kommunen aus. Dorothee Kraus-Prause (Grüne) sagte: "Die KulturRegion bekommt jetzt den Stellenwert, den wir ihr schon lange geben wollten." Sie sprach sich dafür aus, den "partizipativen Prozess als Modell für den weiteren Umgang" zu Grunde zulegen.

Andreas Knapp (FDP) "ist sehr daran interessiert, dass die Region kulturell sichtbar wird." Er sieht allerdings keine Notwendigkeit für eine regionale Koordination kommunaler Aktivitäten. Der Verband Region Stuttgart solle vielmehr, mit einem Zweijahresprojekt "die Vielfalt bereichern". Ulrich Deuschle (Republikaner) vermisst in dem Konzept "den echten, regionalen Mehrwert". Friedhelm Hoffmann (Linke) begrüßt das Konzept als "ersten Schritt".

Der Strategieprozess…
…für die Neuausrichtung der regionalen Kulturarbeit war im Frühjahr gemeinsam von Verband Region Stuttgart und des KulturRegion Stuttgart e.V. bei den "Kulturexperten Dr. Scheytt GmbH" beauftragt worden. Die Befragung von rund 100 Akteuren aus Politik, der Kulturszene und Partnern der KulturRegion e.V. förderte eine große Bandbreite an Vorstellungen zu Aufgaben und Hauptzielen zutage: gemeinsame Veranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit sowie die Vernetzung von kulturellen Aktivitäten. Ein wichtiger Aspekt war auch, die stärkere regionale Ausrichtung. Das Konzept sieht für die "neue" KulturRegion im Wesentlichen drei Handlungsbereiche vor. Erstens: Alle zwei Jahre soll die KulturRegion ein Kulturprojekt zur regional bedeutsamen und/oder gesellschaftlichen Themen veranstalten. Zweitens: Als Daueraufgabe soll die Vermarktung des vorhandenen Kulturangebots hinzukommen. Drittens: Auch der Austausch von Kommunen, Kulturschaffenden und Bürgern soll künftig stärker im Mittelpunkt stehen.

Geschichte herunterladen:
PI_KulturRegion_16_11.pdf(28 kB)

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