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Regionalkonferenz für Wohnungsbau-Akzeptanz in Stuttgart

Veranstalter der Regionalkonferenz sind das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI), der Deutsche Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung gemeinsam mit dem Verband Region Stuttgart als Partner. Mehr regionale Instrumente für Wohnungsbau werden benötigt.
13.11.2018 | 

Ohne den Fokus auf das Umland zu erweitern und ohne interkommunale Kooperation, wird es nicht gelingen, ausreichenden Wohnraum für die wachsende Bevölkerung zur Verfügung zu stellen – so der Konsens bei der Regionalkonferenz „Akzeptanz für mehr Wohnungsbau in Stadt und Region“. Das gilt besonders für einen Ballungsraum wie die Region Stuttgart.

In seiner Begrüßung sagte Thomas S. Bopp, Vorsitzender des Verbands Region Stuttgart: „Gut zu wissen, dass die drängenden Herausforderungen in einem starken Wirtschaftszentrum in Berlin ernst genommen werden und wir als Region an einer solchen Veranstaltung als Partner beteiligt werden.“ In der Region Stuttgart würde auf zehn Prozent der Fläche von Baden-Württemberg ein Viertel der Bevölkerung leben. „Wir verzeichnen ein dynamisches Bevölkerungswachstum. Doch wir leiden auch unter Wachstumsschmerzen,“ so Bopp. Diese seien noch gewaltiger, wenn man die demografische Entwicklung anschaue. Zwei Drittel der Gemeinden hätten weniger als 10.000 Einwohner in der Region. Sie alleine seien überfordert damit, das Bevölkerungswachstum zu bewältigen. Bopp forderte: „Wir brauchen bessere Instrumente im Bereich des Bodenrechts und schnellere Verfahren.“

Innovative Lösungen bei IBA 2027 StadtRegion Stuttgart

„Verdichteter Wohnungsbau mit hoher Durchmischung kann eine hohe Qualität haben,“ betonte Bopp. „Wir hoffen, dass wir der Bevölkerung die Sorge vor der Verdichtung mit guten Beispielen bei der IBA nehmen können. Bis 2027 sollen Innovationen, die uns weiterbringen, regionsweit gezeigt werden.“

Kirchtürme und Bürgerbeteiligung

„Wenn die Region Stuttgart als Wirtschaftsstandort nicht mehr funktioniert, ist das ein Problem, das weit über die Region herausreicht,“ konstatierte Thomas Kiwitt, Planungsdirektor beim Verband Region Stuttgart, in der Diskussion zur interkommunalen Kooperation in Metropolregionen. Die Kommunen bräuchten mehr Unterstützung beim Wohnungsbau, um den Standort im globalen Wettbewerb zukunftsfähig zu halten, zum Beispiel zusätzliche Instrumente, um das Problem der häufig kleinteiligen Eigentümerstrukturen bei größeren Flächen zu lösen. „Wer aus der Eifel in die Region zieht, muss dort zwei Einfamilienhäuser verkaufen, um hier in eine Vierzimmerwohnung zu ziehen.“ Die beschlossenen Flächen sollten endlich auch entwickelt werden, so Kiwitt. „Im Flächennutzungsplan sind die Flächen für Wohnungsbau ausgewiesen, die auch bei Umweltprüfungen am besten eingestuft worden sind, Gebiete, die auch vernünftig an den Nahverkehr angeschlossen werden können.“
Bei der Frage, ob die Kirchtürme zu hoch seien, verwies Kiwitt darauf, dass die gesetzlich vorgesehene Form der Bürgerbeteiligung nicht in die kleinteilige Landschaft der Region passe. Kiwitt stellte fest: „Die Meisten wohnen nicht in der Gemeinde, in der sie arbeiten. Es werden aber nur diejenigen befragt, die in der Kommune wohnen.“ Dies könne nicht die Grundlage einer erfolgreichen Bürgerbeteiligung sein. Es müssten auch die Einpendler aktiv miteinbezogen werden.

Freiraumqualität wichtiges Standortkriterium

„Die benötigten Fachkräfte werden nur kommen, wenn die Region etwas zu bieten hat,“ sagte Kiwitt. Die Freiraumqualität sei deshalb ein ganz wichtiges Standortkriterium, das beim Wohnungsbau berücksichtigt werden müsse. Deswegen würden die Standorte definiert, die ökologisch vertretbar umgesetzt werden könnten. Kiwitt führte weiter aus: „Der Verband weist im Regionalplan Vorranggebiete für den Wohnungsbau aus. Diese liegen an Standorten mit guter Anbindung an den Schienennahverkehr. Hier kann auch eine Mindestdichte von den Kommunen eingefordert werden.“ Dies sei der einzige effektive „Hebel“ für bezahlbaren Wohnraum, der auf regionaler Ebene zur Verfügung stehen würde und der Steuerungsansatz des Verbands.

Die Presseinformation als PDF-Download
Link zur Presseinformation des BMI

 

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