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Reisanbau im Hochhaus

Reis im Hochhaus anstatt auf dem Feld anzubauen ist das Ziel des Forschungsprojekts "Skyfarming" der Universität Hohenheim.
15.06.2012 | 

Reis im Hochhaus anstatt auf dem Feld anzubauen ist das Ziel des Forschungsprojekts "Skyfarming" der Universität Hohenheim. Die Pflanze soll hocheffizient in einem durchtechnisierten Hochhaus wachsen. Auf ein lichtdurchlässiges Transportband werden einzelne Reissämlinge gesetzt, die das Band 120 Tage lang mit sich durch das Gebäude zieht. Während die grünen Teile der Pflanze genügend Licht abbekommen, liegen ihre Wurzeln auf der dunklen Unterseite. Hier hängen sie frei im Raum und werden über einen Nahrungsnebel mit Nährstoffen versorgt. Reis ist neben Mais und Weizen eines der drei Grundnahrungsmittel, er wird hauptsächlich im asiatischen Raum verzehrt.

Das Getreide könnte verbrauchernah in den Metropolen Asiens unter optimalen Bedingungen auf geringer Grundfläche heranwachsen. Kurze Transportwege und weniger Wasserbedarf wären die Folge. "Die Megastädte wachsen, das Ackerland nimmt ab, die heutigen Produktionsmethoden sind verlustreich und der Klimawandel wird das Problem noch weiter verschärfen", analysiert der Agrarökologe Prof. Dr. Joachim Sauerborn, der gemeinsam mit Prof. Dr. Folkard Asch das Projekt Skyfarming vorantreiben möchte. Heute seien etwa täglich 130 LKW-Ladungen mit einer Füllmenge von je 40 Tonnen nötig, um die japanische Hauptstadt Tokio mit Reis zu versorgen. Die Felder dafür bedeckten mehr als die doppelte Fläche der Stadt. Damit nicht genug: Allein auf der Halbinsel gibt es 15 Millionenmetropolen. In fünf bis zehn Jahren könnte ein Prototyp des Hauses stehen, bis dahin suchen die Forscher noch Geldgeber.

Ein Modell im Maßstab 1:333 veranschaulicht jetzt, wie so ein Gebäude aussehen könnte. Bis 15. Oktober tourt es auf dem Ausstellungs-Schiff "MS Wissenschaft" durch Deutschland.
uni-hohenheim.de

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