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S-Bahn fährt öfter und länger

Regionalversammlung beschließt umfangreiches Paket an Angebotsverbesserungen bei der S-Bahn
25.09.2013 | 

Mehr Fahrten der S-Bahn im 15-Minuten-Takt nachmittags und am Abend, den Einsatz längerer S-Bahn-Züge auf der S1, die Spätanbindung des Flughafens mit der S3 über Vaihingen hinaus sowie zwei zusätzliche Fahrtenpaare auf der Schusterbahn. Das sind die Verbesserungen, die die Regionalversammlung heute auf Antrag von CDU und SPD mit großer Mehrheit beschlossen hat. Die Kosten dafür betragen rund 3,6 Millionen Euro von, denen das Land etwa 750.000 Euro trägt. Weitere Verbesserungen auf der Schusterbahn und die Nacht-S-Bahn bereits donnerstags, wie von den Grünen gefordert, erhielten keine Mehrheit. 

In ihrer Rolle als Zuschussgeber für die S-Bahn kann die Region im Wesentlichen über die Taktdichte, das Platzangebot in den Zügen und über die Betriebszeiten Einfluss auf die Qualität des S-Bahn-Verkehrs nehmen. Die nun beschlossenen Verbesserungen sind das Ergebnis einer intensiven Diskussion im Verkehrsausschuss, bei der verschiedene Module unter die Lupe genommen worden sind. 

Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2014 wird der 15-Minuten-Takt am auf allen
S-Bahn-Linien spätestens gegen 15.30 Uhr beginne, also 30 Minuten früher als heute, und 30 Minuten später, also etwa um 19.30 Uhr, enden. Allein diese Verbesserungen schlagen mit rund 2,3 Millionen Euro zu Buche. Zusätzlich sollen zwei Fahrten am Nachmittag auf der „kleinen S 1“ zwischen Esslingen und Schwabstraße so verlängert werden, dass sie zwischen Plochingen und Herrenberg verkehren. Damit beginnt der 15-Minuten-Takt auf der S1 bereits gegen 15.00 Uhr. Abends wird der 15-Minuten-Takt um die Fahrt Plochingen (ab 18.53 Uhr) – Hauptbahnhof (19.20 Uhr) – Herrenberg (an 19.58 Uhr) sowie in der Gegenrichtung um 18.32 Uhr ab Herrenberg und um 19.15 Uhr ab Böblingen ergänzt. 

Längere Züge bringen mehr Platz und mehr Pünktlichkeit
Um auf einigen Fahrten während der Hauptverkehrszeit mehr Platz in den S-Bahnen der Linie 1 zu schaffen, werden die vier zusätzlichen, neuen Fahrzeuge des Typs ET 430 eingesetzt werden. An Züge auf 16 Fahrten täglich soll jeweils ein zusätzliches Fahrzeug angehängt werden. Dies ist ein Beitrag dazu, die S-Bahn pünktlicher zu machen. Die folgenden drei Optimierungen sollen zunächst für drei Jahre auf Probe erfolgen: Um rechtzeitig mit der S-Bahn zur Frühschicht der Firma Daimler zu kommen, sollen zwei zusätzliche Frühfahrten auf der S60 von Zuffenhausen nach Böblingen eingerichtet werden. Auf der Schusterbahn soll jeweils morgens und nachmittags/abends je ein weiteres Zugpaar fahren. Die S3 wird künftig werktags bis Betriebsschluss zum Flughafen fahren. Nach drei Jahren wird geschaut, wie die Angebote von den Fahrgästen angenommen wurden.

„Wir müssen das Angebot verbessern und uns um die Pünktlichkeit kümmern“, so Rainer Ganske (CDU). „Es gibt vieles, was wünschenswert und notwendig wäre, aber nicht alles ist bezahlbar“. Angesichts sprudelnder Fahrgeldeinnahmen und Einsparungen durch Vertragsanpassungen sei die Finanzierung der Verbesserungen nun ohne Erhöhung der Umlage möglich. 

Thomas Leipnitz (SPD) machte deutlich, dass der Verband Region Stuttgart seinen Beitrag leisten werde, damit die S-Bahnen wieder pünktlicher unterwegs sind. Doch die Region sei nicht für alle Probleme verantwortlich. Angebotsverbesserungen müssten an den Bedürfnissen der Fahrgäste ausgerichtet sein. „Langfristiges Ziel unserer Fraktion ist es, den 15-Minuten-Takt bis 20.30 Uhr auszudehnen.“

„Wir tragen die Angebotsverbesserungen mit, nachdem zahlreiche offene Fragen beantwortet wurden“, sagte Andreas Hesky (Freie Wähler). Bei allen Verbesserungen müsse der Bedarf vorhanden und die Finanzierung geklärt sein. Mit der Ausdehnung der Hauptverkehrszeit werde die Störanfälligkeit der S-Bahn allerdings steigen. 

Eva Mannhardt (Grüne) nannte als Ziel, immer mehr Menschen zum Umsteigen auf die S-Bahn zu bewegen. „Deshalb müssen wir an weiteren Angebotsverbesserungen arbeiten, gerade auch um die S-Bahn wieder pünktlicher zu machen.“ Die Stammstreck müsse durch neue Tangentialen entlastet werden, begründete sie den Antrag mehr Züge auf der Schusterbahn fahren zu lassen.

„Wir sind für den Ausbau des ÖPNV. Wir sind für eine weiter verbesserte S-Bahn“, fasste Armin Serwani (FDP) die Position seiner Fraktion zusammen. Die S-Bahn sei die S-Klasse des Nahverkehrs, doch sie sei in der Hauptverkehrszeit „an den Grenzen der Kapazität“. Deswegen sei es „richtig immer wieder an den Verbesserungen der Kapazität zu arbeiten.“

Wolfgang Hoepfner (Linke) nannte die Verbesserungen richtig und wichtig. Allerdings sieht er die Ausweitung des Nachtangebots ebenso kritisch wie eine Spätanbindung des Flughafens mit der S3.

Auch Ulrich Deuschle (Republikaner) befürwortet die Angebotsverbesserungen im Umfang von 2,1 Millionen Euro. Allen weiteren Vorschlägen erteilte er eine Absage.

Pressemitteilung (als pdf-Datei)

 

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