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Seit über 40 Jahren Weltspitze

Stuttgarter Ballett: Blicke hinter die Kulissen und eine Gala für den Ballettintendanten Reid Anderson
Stuttgart, 10.03.2009 | 

Das Ballett hat in Stuttgart eine lange Tradition und viele Fans. Die Compagnie genießt Weltruf, die Aufführungen sind meist ausverkauft. Neben den Vorstellungen ist der Blick hinter die Kulissen ebenso faszinierend. Es hat seit Jahren Tradition, dass Ballettintendant Reid Anderson als Gastgeber die Reihe eröffnet. In diesem Jahr feiert er nicht nur seinen 60. Geburtstag, sondern zudem sein 30-jähriges Jubiläum beim Stuttgarter Ballett, dem er 17 Jahre als Tänzer angehörte und das er nun seit dreizehn Spielzeiten als Intendant leitet. Aus diesem Anlass ist die Auftaktveranstaltung Reid Anderson gewidmet, der über seine bewegte Karriere als Tänzer und Ballettdirektor sprechen wird.

Ballettinteressierte können aus insgesamt zehn Veranstaltungen im Kammertheater wählen, die in familiärem Rahmen und aus erster Hand aufschlußreiche Einblicke in den Alltag der Compagnie und verschiedener Bereiche des professionellen Tanzes gewähren. Sie reichen von Ballettproben zu aktuellen Aufführungen wie "La fille mal gardée" oder "Bravo Charlie" über Einblicke in die John-Cranko-Schule bis zu Ballettmusik und Spitzentanz.

In Stuttgart hat Ballett eine traditionsreiche Geschichte, deren Anfänge am württembergischen Hof im 17. Jahrhundert liegen und die ihren ersten Höhepunkt im 18. Jahrhundert erreichte als von1759 bis 1766 hier der große Tanzreformer Jean-Georges Noverre wirkte. Rund ein Jahrhundert später begann im Jahr 1961 mit der Berufung des Choreographen John Cranko (1927-1973) zum Ballettdirektor eine neue Ära in der Geschichte des Stuttgarter Balletts, das seitdem an der Weltspitze tanzt. Mit drei legendären Neuschöpfungen wurde Cranko zum genialen Erneuerer des klassischen Handlungsballetts: Romeo und Julia, Onegin und Der Widerspenstigen Zähmung. Bis heute gibt es kaum einen Tänzer oder eine Tänzerin weltweit, die nicht eine Hauptrolle in einem dieser Werke zu ihren Traumrollen zählen würden. Beim ersten USA-Gastspiel des Stuttgarter Balletts im Jahr 1969 prägten amerikanische Kritiker den Begriff vom "Stuttgarter Ballettwunder".

1976 bis 1996 leitete die langjährige Primaballerina und oftmals frenetisch gefeierte Márcia Haydée die Compagnie. Sie arbeitete mit zeitgenössischen Choreografen wie John Neumeier und Maurice Béjart und förderte in Stuttgart gezielt den Nachwuchs. Seit 1996 schreibt Reid Anderson, ehemals Solist unter Cranko und danach Direktor des National Ballet of Canada, als Ballettintendant die Erfolgsgeschichte der Compagnie fort: mit einem Spielplan, der sowohl der jüngeren Choreographen-Generation Spielräume schafft, als auch das reiche Cranko-Erbe pflegt. Das herausragende tänzerische Niveau und der stilistisch breit gefächerte Spielplan des Stuttgarter Balletts ziehen nicht nur das Publikum an, sondern auch tänzerisches Talent aus der ganzen Welt: Rund 25 Nationen sind in den Reihen der Eleven, Gruppentänzer und Solisten vertreten.

Konsequente Förderung des Nachwuchses

1971 verwirklichte John Cranko seine Idee, in Stuttgart eine Ballettschule zur Ausbildung von Nachwuchstänzern samt angeschlossenem Internat zu gründen. Damit wurde für junge tänzerische Talente die Möglichkeit geschaffen, eine kontinuierliche Ausbildung in klassischem Tanz von der Unterstufe bis zum professionellen Abschluss zu absolvieren. Über 30 Jahre nach ihrer Gründung ist sie eine der renommiertesten Ballettschulen der Welt. Durch Schulaufführungen, internationale Gastspiele und die Mitwirkung bei zahlreichen Vorstellungen des Stuttgarter Balletts und der Oper der Württembergischen Staatstheater erwerben die Schüler ein Gefühl für die Bühne und die Arbeit am Theater.

Regelmäßig erhält das Stuttgarter Ballett Auszeichnungen. So wird Marijn Rademaker, Erster Solist des Stuttgarter Balletts am 21. März der Deutsche Tanzpreis "Zukunft" 2009 für seine herausragenden tänzerischen Leistungen verliehen. Auch 2006 gingen Preise an drei Mitglieder des Stuttgarter Balletts - Hauschoreograph Christian Spuck für Choreographie und die Ersten Solisten Alicia Amatriain und Jason Reilly für ihre tänzerischen Leistungen - sowie 2007 an die Erste Solistin Katja Wünsche.

Die Entscheidung der Jury, den Deutschen Tanzpreis "Zukunft" 2009 an Marijn Rademaker zu vergeben, bestätigt die erfolgreiche Nachwuchspolitik des Stuttgarter Balletts. Wie die Preisträger in den Jahren 2006 und 2007 gehört er zu der Generation junger Tänzer, die direkt nach ihrer Ausbildung ans Staatstheater engagiert wurden und sich hier an die Spitze der Compagnie tanzten.

Gala für Ballettintendanten Reid Anderson

Auf 30 Jahre beim Stuttgarter Ballett kann Reid Anderson in diesem Jahr zurückblicken: Als 18-Jähriger wurde er von John Cranko engagiert und tanzte danach 17 Jahre lang, zuletzt als Erster Solist beim Stuttgarter Ballett. 1985 beendete er seine Bühnenlaufbahn und kehrte 1996 als Künstlerischer Direktor zum Stuttgarter Ballett zurück. Den 60. Geburtstag von Reid Anderson am 1. April 2009 feiert das Stuttgarter Ballett mit einer großen Überraschungs-Gala. Solisten und Ensemble präsentieren gemeinsam mit dem Staatsorchester Stuttgart und einigen besonderen Gästen ein ebenso hochkarätiges wie einzigartiges Programm.

Unter Andersons Ägide kamen mehr als 60 Uraufführungen von Choreographen der jüngeren Generation auf die hiesigen Bühnen. Für viele Choreographen wurden die Stuttgarter Uraufführungen zum Meilenstein auf dem Weg zu internationaler Anerkennung. Dies gilt nicht zuletzt für die beiden Hauschoreographen Christian Spuck und Marco Goecke, die mittlerweile weltweit gefragt sind - mit Neuschöpfungen ebenso wie mit Werken, die für das Stuttgarter Ballett entstanden. Gast-Choreographen wie Mauro Bigonzetti (I fratelli - Die Brüder) und Kevin O"Day (Hamlet) schufen die ersten abendfüllenden Handlungsballette ihrer Karriere als Auftragswerke für das Stuttgarter Ballett.

"HINTER DEN KULISSEN" - Das Programm

Fr 13. März, 19:30 Uhr
Reid Anderson im Gespräch mit Nikolai B. Forstbauer
Sa 14. März, 15:00
Uhr Egon Madsen und Marijn Rademaker im Gespräch
So 15. März, 11:00 Uhr
Musik und Ballettmusik - mit Korrepetitor George Bailey
und TänzerInnen des Stuttgarter Balletts
So 15. März 18:00 Uhr
Proben zu La fille mal gardée mit Ballettmeister Thierry
Michel und TänzerInnen des Stuttgarter Balletts
Mo 16. März 19:30 Uhr
Proben zu Bravo Charlie mit Gastballettmeister Ryan
Lawrence, Ballettmeister Rolando D"Alesio und TänzerInnen des Stuttgarter Balletts
Di 17. März 19:30 Uhr
Einblick in den Probenalltag beim Stuttgarter Ballett mit
Produktionsleiter und Ballettmeister Krzysztof Nowogrodzki und TänzerInnen des Stuttgarter Balletts
Mi 18. März 19:30 Uhr
Zu Gast: Eric Gauthier
Fr 20. März 19:30 Uhr
Proben zu Der Widerspenstigen Zähmung mit Choreologin
und Ballettmeisterin Georgette Tsinguirides und TänzerInnen des Stuttgarter Balletts
Sa 21. März 15:00 Uhr
Einblick in die Arbeit der John Cranko-Schule mit Tadeusz
Matacz, Direktor, und SchülerInnen
Sa 21. März 19:30 Uhr
Spitzenarbeit auf Spitzenschuhen: Proben zu Dornröschen
mit Gasttrainingsleiterin Andria Hall

www.staatstheater.stuttgart.de

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