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Sounddusche für feuchte Augen

Das neue Porschemuseum begreift sich als dynamisches Gebäude und lebt die Besonderheit der Marke
Stuttgart, 26.01.2009 | 

Der Stammsitz der Porsche AG ist Automobilfreunden auf der ganzen Welt ein Begriff: Stuttgart-Zuffenhausen. Vor 70 Jahren übersiedelte das damalige Porsche-Konstruktionsbüro von der Stuttgarter Stadtmitte in das neu gebaute Zuffenhausener Stammwerk. Hier entstand 1938 die Nullserie des späteren "VW-Käfer", und 1939 der Urahn aller Porsche-Sportwagen, der Typ 64 "Berlin-Rom-Wagen". Heute werden in Zuffenhausen die Baureihe 911sowie alle Porsche-Motoren produziert. Unmittelbar am Zuffenhausener Porscheplatz erhält nun auch die Geschichte des Unternehmens einen neuen Platz und die Region Stuttgart glänzt ab dem 28. Januar mit einem spektakulären Museumsneubau.

Architektonische Maßstäbe

Das neue Porschemuseum setzt architektonische Maßstäbe und präsentiert Autos, die viel mehr sind als schnelle Sportwagen. Sie sind Kult, sie sind ein weltweites Markenzeichen, sie haben Geschichte geschrieben und ihren Platz im Herzen der Automobolregion Stuttgart. Die Wiener Architekten Delugan Meissl haben einen futuristischen Bau entworfen, dessen Gewicht von 35.000 Tonnen die Schwerkraft zu überwinden scheint und einem Raumschiff ähnlich über dem Platz schwebt. Weiß ist die vorherrschende Farbe, sowohl der Außenverkleidung aus Aluminiumplatten als auch der Innengestaltung.

Das außergewöhnliche Design des Museums hatte bereits während der vorangegangenen Bauzeit von rund drei Jahren für Aufsehen gesorgt. Der kantige Körper wird von Betonkernen getragen und spiegelt die Innovationsfreude des Unternehmens und die Dynamik seiner Produkte. Zum Jahreswechsel 2006/2007 waren die tragenden Kerne des Gebäudes fertiggestellt. Für Tiefgarage, Erdgeschoss, erstes Obergeschoss und die zentralen Träger wurden bis zu diesem Zeitpunkt rund 21.000 Kubikmeter Beton verbaut. Der Stahlbau, welcher die Tragekonstruktion des 5.600 Quadratmeter großen Ausstellungsraums hält, wurde im Herbst 2007 fertiggestellt.

Ein rollendes Museum

Das Porsche Museum steht für Lebendigkeit und Abwechslung. Die bisher gelebte Philosophie des "Rollenden Museums" wird auch weiterhin ein Teil des Porsche-Museums bleiben und die vollkommen neu gestaltete Ausstellung in Zuffenhausen beleben. Statt einer konventionellen, statischen Ausstellung bietet das Museum, durch immer wieder neu arrangierte Objektkombinationen, ein ständig wechselndes Bild, das dem Selbstverständnis eines modernen, im Spannungsverhältnis von Tradition und Innovation stehenden Unternehmens entspricht.

Zwar können die Besucher nicht in die schnellen Sportwagen einsteigen und losbrausen, doch die Autos zeigen zu besonderen Anlässen, was in ihnen steckt. So wird im Laufe des nächsten Jahres beispielsweise der 550 A Spyder an der Mille Miglia teilnehmen und den 356 Carrera Abarth GTL verschlägt es zur Classic Adelaide bis nach Australien. Während des laufenden Betriebs werden die Porsche mit einem speziellen Aufzug aus dem Museum herausgeholt. Mit diesem Konzept des "Rollenden Museums" geht Porsche einen eigenen Weg, damit die Museumsexponate den Zweck erfüllen, zu dem sie einmal gebaut worden sind: Sie bleiben nicht stehen, sie fahren.

Rund 80 Fahrzeuge und zahlreiche Kleinexponate werden im neuen Porsche Museum in einer einzigartigen Atmosphäre präsentiert. Neben weltberühmten Automobilikonen wie dem 356, 550, 911 oder 917 werden auch die technischen Hochleistungen von Professor Ferdinand Porsche aus den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts ausgestellt. Seit Anbeginn steht der Name Porsche für den Anspruch, sich niemals mit einer technischen Lösung zufrieden zu geben, die nicht kompromisslos die an sie gestellten Erwartungen erfüllt und sich noch verbessern lässt. "Am Anfang schaute ich mich um, konnte aber den Wagen, von dem ich träumte, nicht finden. Also beschloss ich, ihn mir selbst zu bauen". Dieser Satz ist von Ferry Porsche überliefert und bis zum heutigen Tag prägt dieser besondere Tüftler- und Pioniergeist die Philosophie des Unternehmens.

Die "Idee Porsche"

Über einen spektakulären Aufgang werden die Besucher vom Foyer in den weitläufigen Ausstellungsraum geleitet, um sich einen ersten Überblick über die eindrucksvolle Sammlung zu verschaffen. Danach kann sich der Besucher entscheiden. Entweder beginnt er chronologisch mit der Firmengeschichte vor 1948 oder wendet sich direkt dem Hauptteil der Ausstellung zu - repräsentiert durch die chronologisch ablaufende Produktgeschichte und die Themeninseln.

Das Ausstellungskonzept unterteilt die Porsche-Geschichte in zwei Epochen vor und nach 1948, denen jeweils separate Bereiche zugewiesen werden. Verbunden werden die beiden Teile dabei immer wieder durch das Rückgrat der Ausstellung: der "Idee Porsche".
Im Rahmen der "Ideen" vermittelt der Rundgang, was die jeweiligen Themen und Exponate so einzigartig macht. Er erzählt vom Geist und der Leidenschaft, mit der bei Porsche gearbeitet wird und würdigt sowohl das Unternehmen als auch die Menschen hinter dem Produkt.

Die "Idee Porsche" umfasst richtungsweisende technische Lösungen aus fast allen Bereichen der Mobilität.
Die "Produktgeschichte" zeigt in einer chronologisch ausgerichteten Präsentation die Geschichte der Porsche-Sportwagen von den Anfängen 1948 bis hin zu den aktuellsten Modellen in ihrer technischen Vielfalt und ihrem individuellen Design. Der ehemals kleine Sportwagenspezialist hat sich in den vergangenen sechs Jahrzehnten dank effizienter Produktionsmethoden, einer klaren Markenführung und stetiger Weiterentwicklung innovativer Modelle in rasantem Tempo zu einem der erfolgreichsten und profitabelsten Automobilhersteller der Welt entwickelt.

Geschichte in allen Facetten

Die Geschichte des innovativen Traditionsunternehmens lässt sich im neuen Porsche-Archiv bis ins Detail erfassen, das nun an einem zentralen Ort das gesamte historische und zeitgenössische Wissen rund um das Thema Porsche bündelt. In dem "Gedächtnis" des Konzerns wird alles archiviert - von den Anfängen Ferdinand Porsches als Automobilkonstrukteur über das 1931 gegründete Konstruktionsbüro bis zur Porsche AG der heutigen Tage. Das historische Archiv steht mit seinem Wissen dabei nicht nur den internen Fachabteilungen des Unternehmens zur Verfügung, sondern vor allem auch Journalisten und Wissenschaftlern. Hier warten mehr als 2,5 Millionen Bilder, das ist eines der größten Bildarchive im Automobilsektor, ein Medienarchiv mit über 1.000 Stunden Filmmaterial sowie die Bibliothek mit mehr als 3.000 Automobilbüchern darauf entdeckt zu werden.

Das Museum als Veranstaltungsort

Auch für die Besucher ist das Beste gerade gut genug. Porsche legt Wert darauf, dass die hauseigene Gastronomie selbst betrieben wird, sei es die schicke Coffee-Bar im Erdgeschoss oder das höhergelegene exklusive Museumsrestaurant mit angeschlossener Zigarrenlounge, der den Schutzpatron der Reisenden «Christophorus» im Namen führt und auch ausserhalb der Ausstellung geöffnet hat. Im obersten Stockwerk findet sich auch der exklusive Eventbereich für besondere Veranstaltungen. Nach innen gerichtet bietet der Eventbereich Aussicht auf die weitläufige, spektakuläre Dachfläche unter freiem Himmel, die außergewöhnlichen Inszenierungen vorbehalten ist.

Besonders reizvoll ist außerdem der Blick in die Ausstellung - selbst wenn das Museum bereits geschlossen hat. Zusätzlich ist auf 600 Quadratmetern ein Konferenzbereich geschaffen worden, der für Tagungen, Seminare, Konferenzen, Vorträge oder Filmpräsentationen inklusive modernster Technik bereitsteht - Arbeitsplätze für Journalisten inklusive. Der Museumsshop wartet mit hochwertigen Erinnerungsstücken auf, darunter auch Unikate oder modernes Antiquariat.

Die Faszination Porsche lässt sich nicht allein mit Augen oder Händen fassen - sie geht auch ins Ohr. Unter sogenannten Sound-Duschen, wo mit spezieller Technik das Aufheulen der Motoren demonstriert wird, werden Porschefans das charakteristische Geräusch der 911er und anderer rasanter Sportwagen durch ihre Gehörgänge sausen lassen und manch einer wohl feuchte Augen bekommen.

www.porsche.com/germany/aboutporsche/porschemuseum/

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