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Straßenbahnwelt Stuttgart

Die neu konzipierte "Straßenbahnwelt Stuttgart" eröffnet im ehemaligen Cannstatter Depot und führt bis in die Zeit der Pferdebahn zurück
Stuttgart, 02.07.2009 | 

Am 4. Juli 2009 öffnet im denkmalgeschützten Straßenbahndepot Bad Cannstatt die "Straßenbahnwelt Stuttgart" ihre Pforten. Die völlig neu konzipierte Ausstellung ist Nachfolgerin des Straßenbahnmuseums Zuffenhausen, das im Oktober 2007 geschlossen wurde. Die 2.000 Quadratmeter große Straßenbahnwelt ist der erste Teil des geplanten Mobilitäts- und Erlebniszentrum. 3,2 Millionen Euro kostete die Sanierung des denkmalgeschützten 80 Jahre alten ehemaligen Cannstatter Starßenbahndepots.

Hier wird die Geschichte der Stuttgarter Straßenbahn wieder lebendig. Die Ausstellung führt bis in die Anfangszeit 1868, als das meistgenutzte öffentliche Fortbewegungsmittel noch die eigenen Füße waren. Rund 30 Jahre, bevor der erste Mercedes eine neue Epoche der Mobilität einläutete, boten echte Pferdestärken die Möglichkeit einer schnelleren Fortbewegung in Stuttgart. Die von Pferden gezogenen Wagen und Vorläufer der Straßenbahnen waren damals eine hochmoderne Angelegenheit. Nach Berlin und Hamburg war Stuttgart die dritte deutsche Großstadt, die dieses Nahverkehrsmittel anbot. Die erste Linie rumpelte vom Stadtarchiv bis nach Berg. Bereits 1875 fuhr die Tram die Königstraße entlang. 1895 wurde dann auf Elektrizität umgestellt.

Im SSB-Museum werden auch viele Facetten des öffentlichen Nahverkehrs angesprochen. Im Ausstellungsraum sind drei Themeninseln eingerichtet: Gleisbau, Fahrgast und Fahrdienstausbildung. Hier werden die Entwicklung von Fahrpreisen, -scheinen und -kartenautomaten gezeigt. Auch die unterschiedlichen Sitze in den Bahnen von einst und heute können verglichen werden. Weitere Themeninseln sollen folgen. Ebenso sind Wechselausstellungen sind geplant. So lässt sich immer wieder Neues entdecken. Es gibt keinen ausgewiesenen Rundgang, der Besucher kann sich frei bewegen.

Das Museum wird von der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) und dem Verein Stuttgarter Historische Straßenbahnen (SHB) betrieben. Der 330 Mitglieder starke Verein hat sich zum Ziel gesetzt, alte Fahrzeuge und sonstige Gegenstände aus Betrieb und Technik zu erhalten. Die Sammlung umfasst 60 historische Schienenfahrzeuge und reicht von Teilen der ersten Pferdebahn aus dem Jahr 1868 bis zum Stadtbahn-Prototyp von 1982. 18 Fahrzeuge aus den Baujahren zwischen 1925 und 1965 stehen für den Oldtimer-Linienverkehr und Sonderfahrten bereit.

In der Straßenbahnwelt stehen vorrangig diejenigen historischen Fahrzeuge im Mittelpunkt, die im Raum Stuttgart im Einsatz waren. Dazu gehören unter anderem das Untergestell eines der ersten Pferdebahnwagen, der Triebwagen WN 26 der Württembergischen Nebenbahnen AG, Betreiberin der Filderbahn, der "Gartenschauwagen", Vertreter der ersten Straßenbahntriebwagen mit Stahlaufbau und Fahrersitzplatz, der END-Triebwagen der ehemaligen Straßenbahn Esslingen-Nellingen-Denkendorf, der Beiwagen 950, symbolisch für den Nahverkehr der ersten Nachkriegsjahre und die legendären Wagen vom Typ GT4, die von 1959 bis 2007 im Einsatz waren.

Am Eröffnungswochenende drehen auf der Blockschleife um das Museumsdepot die beiden ältesten fahrbereiten Triebwagen 222 (Herbrand, 1904) und 418 (Esslingen, 1925) ihre Runden. Fahrscheine sind in den Bahnen und Bussen erhältlich. Für die Schleifenfahrten werden Tickets an der Starthaltestelle verkauft.

Das ganze Wochenende über erwartet die Besucher ein umfangreiches Fahrtenprogramm mit historischen Straßenbahnen und Omnibussen. Die Oldtimerlinien 21 (Bad Cannstatt - Berliner Platz - Hauptbahnhof - Bad Cannstatt) und 23 (Bad Cannstatt - Hauptbahnhof - Charlottenplatz - Ruhbank/ Fernsehturm und zurück) fahren im Zweizugbetrieb. Zum Einsatz kommen Fahrzeuge, die in den Jahren zwischen 1939 und 1965 gebaut wurden. Alternativ lässt sich die Strecke Bad Cannstatt - Ruhbank oder umgekehrt auch mit der Buslinie 23E zurücklegen, die auf einer gänzlich anderen Route ohne Zwischenhalt verkehrt.

Die Straßenbahnwelt Stuttgart an der Mercedesstraße/ Ecke Veielbrunnenweg ist bestens an den Öffentlichen Personennahverkehr angeschlossen. Von der Haltestelle Mercedesstraße (Stadtbahnlinien U1 und U2) aus ist die Straßenbahnwelt zu Fuß in zirka sieben Minuten zu erreichen. Der Fußweg vom Bahnhof Bad Cannstatt (S-Bahnen S1, S2, S3; RegionalExpress R1, R2, R3, R8; Ausgang Cannstatter Wasen) beträgt fünf bis sieben Minuten. Der Eintritt am Eröffnungswochende ist kostenlos.

www.shb-ev.info/web/

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