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Stuttgart hat den Fifa-Pokal

Stuttgart, 19.05.2010 | 

Die ersten Fähnchen flattern an den Autos, überall werden schwarz-rot-goldene Fanartikel angeboten - König Fußball schwingt im WM-Jahr wieder sein Zepter - und wir sind Fußball. Das Stuttgarter Bauingenieurbüro Schlaich Bergermann und Partner hat das WM-Stadion in Johannesburg, in dem Eröffnungs- und Finalspiel ausgetragen werden mit einer spektakulären Bedachung überzogen, Tipp-Kick ist eine schwäbische Erfindung und in Stuttgart steht der einzige Fifa-Pokal weltweit, der sich in Privatbesitz befindet.

Dazu gibt es im Haus der Geschichte Baden-Württemberg die passende Ausstellung. Emotionen pur, packende Geschichten, berühmte oder fast vergessene Namen, dazu jede Menge Möglichkeiten zum Mitmachen für die ganze Familie.

Der erste deutsche Fußball-Legionär war Schwabe

Die deutschlandweit einzigartige Schau zeigt die Macht des Fußballs und die große Landesausstellung "Gefühle, wo man schwer beschreiben kann" hat alles im Gepäck, was Fußball so faszinierend macht. Der Ausstellungtitel stammt von Ex-Nationaltrainer Jürgen Klinsmann, der am 30. Juni 1996 auf seine unnachahmliche Weise zu Protokoll gab, wie ihm nach dem Gewinn der Europameisterschaft zumute war: Das sind "Gefühle, wo man schwer beschreiben kann", sprach er sichtlich bewegt in die Mikrofone. Die Ausstellungsmacher im Haus der Geschichte lenken die Besucher auf einen spannenden Streifzug durch die Fußballgeschichte bis hin zu den großen Stunden der Nationalelf, die immer stark von Sportlern und Trainern aus dem Südwesten geprägt worden ist. Allein in Baden-Württemberg gibt es rund 3.500 Fußballvereine.

In der Ausstellung im Kunstgebäude am Schlossplatz gibt es viel zu entdecken. So war der Badener Emil Walter aus Brötzingen bei Pforzheim der erste deutsche Fußball-Legionär, den es nach Spanien zog. Als Emilio Walter wurde er in den 1920er Jahren ein Star beim FC Barcelona. Hierzulande kennen ihn nur wenige, in Spanien ist er eine Legende. Fußball ist auch Politik. Im Ersten Weltkrieg setzte die Armeeführung Fußball ein, um die Soldaten vom Frontalltag abzulenken - aber auch mit dem Ziel, ihr taktisches Vermögen zu steigern. So brachten die Veteranen den Fußball mit in die Heimat.

FIFA-Pokal und Fußball in allen Varianten

Fußball ist Rekord: Für einen besonderen Rekord steht der SV Kickers Büchig in Baden. Erst nach Verlängerung und 18 Elfmetern besiegte das Team aus einem Stadtteil von Bretten 1977 den SV 62 Bruchsal und sicherte sich so den Aufstieg in die Kreisklasse A. Noch nie zuvor war eine Elf nach so vielen Strafstößen zu Meisterehren gelangt.
Viele seltene Ausstellungsstücke zur Fußballgeschichte sind zu sehen, die bislang noch nicht öffentlich ausgestellt worden sind. Etwa die Victoria, der alte Meisterschaftspokal, der nach dem zweiten Weltkrieg über Jahrzehnte verschollen war und nach der Wende in der Ex-DDR auftauchte. Prunkstück der Ausstellung ist der FIFA-Pokal. Es handelt sich dabei um den Erstabguss und das einzige Exemplar weltweit, das sich in Privatbesitz befindet. Der Stuttgarter Unternehmer Rolf Deyhle hat dem Haus der Geschichte diesen Pokal zur Verfügung gestellt. Er erhielt den World Cup Ende der 1970er Jahre von der FIFA in Anerkennung seiner Verdienste beim Aufbau der FIFA und bei der weltweiten Vermarktung des Fußballs.

Fußball heißt nicht nur sehen und staunen, sondern auch mitmachen und Neues erfahren: Ein Soccer-Court in der Ausstellung lädt Kinder, Jugendliche und Erwachsene täglich zum Dribbeln und Siegen ein. Sie können unter Anleitung auch neue Tricks lernen oder insgesamt ihre Technik verbessern. Wer sich zum Reporter berufen fühlt, der kann einmal selbst den Fußball-Kommentator geben. Das SWR Fernsehen kooperiert mit einer "Sportreporter-Werkstatt". Kleine Fußballer lassen sich vielleicht dafür begeistern Tipp-Kick-Figuren zu bemalen, und für Interessierte gibt es täglich Gelegenheit, die eigenen Fertigkeiten im Tipp-Kick zu verbessern. Die Edwin Mieg OHG im baden-würtembergischen Villingen-Schwenningen stellt seit 86 Jahren das Kultspiel her, das in einer eigenen Bundesliga gespielt wird.

Was der Schiedsrichter sagt

Auch für Tischkicker-Fans ist die Fußballausstellung die richtige Adresse: Sie haben die Wahl zwischen verschiedenen Spielsystemen oder können sich mit einem Roboter messen. In einem kleinen Kinosaal sind Filme zum Fußball in Afrika zu sehen. Weitere Höhepunkte werden fünf Talkrunden sein, in denen bekannte Moderatoren des SWR in der Ausstellung hochkarätige Gäste zu aktuellen Themen rund um den Fußball und die WM befragen werden. Darunter sind unter anderen Rolf Deyhle, Unternehmer und FIFA-Vermarkter und Knut Kircher, Bundesliga- und FIFA-Schiedsrichter sowie Eugen Strigel, der obersten Schiedsrichter-Lehrwart.

Rund um den Volkssport Nummer 1 lädt das Haus der Geschichte Baden-Württemberg nicht nur zu thematischen Führungen und Workshops ein, sondern bietet viele weitere Aktionen: Es gibt spezielle Trainingseinheiten mit dem Württembergischen Fußballverband, ein zweitägiges Fußball-Turnier für Kinder von 6 bis 10 Jahre, ein Duell mit der automatischen Ballschussmaschine sowie museumspädagogische Angebote rund um den Mädchenfußball.

Die Ausstellung läuft bis zum 11. Juli 2010 im Kunstgebäude am Stuttgarter Schlossplatz.

www.fußballausstellung.de

Eine Anmeldung für alle Veranstaltungen ist erforderlich.
Haus der Geschichte Baden-Württemberg unter Tel.: 0711 / 212 39 89 oder E-Mail: besucherdienst@hdgbw.de

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