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Vier nagelneue S-Bahn-Fahrzeuge zum Nulltarif

Verband Region Stuttgart und S-Bahn-Fahrgäste profitieren indirekt von Liefer-Verzögerungen der neuen S-Bahn-Fahrzeuge
Stuttgart, 08.05.2013 | 

Die gute Nachricht kam Ende April: die neuen S-Bahn-Fahrzeuge des Typs ET 430 feierten im Netz der S-Bahn Stuttgart Deutschlandpremiere. Und selbst der weniger guten Nachricht, dass die S-Bahn-Fahrzeuge länger als gedacht auf sich warten ließen, hat der Verkehrsausschuss heute viel Positives abgewonnen: Als Entschädigung für die verzögerte Lieferung erhält der Verband Region Stuttgart vier zusätzliche S-Bahn-Fahrzeuge im Wert von rund 23,2 Millionen Euro zum Nulltarif. Weil diese vier zusätzlichen S-Bahn-Fahrzeuge aber ebenfalls deutlich später kommen werden, erhält die Region oben drauf nochmals rund 1 Millionen Euro. Die vier neuen Fahrzeuge werden nämlich erst dann ausgeliefert, wenn das letzte der 83 neuen Fahrzeuge im Plochinger S-Bahn-Betriebswerk steht. Wirtschaftsdirektor Dr. Jürgen Wurmthaler kündigte an, dass die vier Fahrzeuge ab dem nächsten Jahr vor allem auf stark nachgefragten Strecken und in Stoßzeiten für mehr Platz in den S-Bahnen sorgen.

Der Kauf von 83 neuen S-Bahn-Fahrzeugen ist im Vertrag über den Betrieb der S-Bahn geregelt, den der Verband Region Stuttgart und die DB Regio AG im April 2009 unterzeichneten. Der Zuschlag an die DB Regio AG war nach einem europaweiten Wettbewerbsverfahren erteilt worden. Der Vertrag läuft von 1. Juli 2013 bis 30. Juni 2028. In dem gut 600 Seiten umfassenden Vertragswerk verständigten sich die Partner unter anderem auch auf Strafzahlungen bei möglichen Lieferverzögerungen der S-Bahn-Fahrzeuge.

Mehr Kapazität auf Straße und Schiene

Verband Region Stuttgart meldet Projekte für den neuen Bundes-verkehrswegeplan

Welche Straßen, Schienenwege oder Wasserstraßen des Bundes aus- oder neu gebaut werden sollen, legt der Bundesverkehrswegeplan fest. Der Verkehrsausschuss hat heute beschlossen, einige Projekte aus der Region Stuttgart beim Bundes- bzw. Landesverkehrsministerium einzureichen. Idealerweise werden diese in der Neuauflage des Bundesverkehrswegeplans berücksichtigt, die bis 2015/2016 vorliegen soll. Eine Finanzierungszusage wäre damit allerdings noch nicht verbunden.

Beim Straßenbau blieb es am Ende einer kontroversen Diskussion bei dem, was bereits im Regionalplan steht: Der Verband Region Stuttgart meldet sowohl den Neubau aus dem Neckartal auf die Filder ("Filderauffahrt") als auch die Verbindung der Bereiche Ludwigsburg/Kornwestheim mit Waiblingen/Fellbach ("Nord-Ost-Ring") an. Dafür stimmten CDU, Freie Wähler und FDP. SPD, Grüne und Linke sprachen sich dagegen aus. Die vom Land vorgenommene Hochstufung der L 1115 Backnang - Mundelsheim zur Bundesstraße 29 solle zurückgenommen werden, dafür votierten CDU, Freie Wähler und FDP. Als "hochbelastete Achsen" sollen eingereicht werden: die B 14 Backnang - Sulzbach, B 14 Gärtringen - Herrenberg, B 28 Nagold - Autobahnanschluss Herrenberg der A 81, B 297 Kirchheim/Teck - Nürtingen, B 464 Sindelfingen - Böblingen - Holzgerlingen - Kälberstelle und die B 465 Autobahnanschluss Kirchheim/Teck der A 8 - Lenningen.

Im Schienenverkehr sprachen sich alle Regionalpolitiker für zwei Projekte aus: Der abschnittsweise Bau eines dritten Gleises auf der Remstalstrecke zwischen Waiblingen und Schorndorf soll einerseits die Fahrzeit von Stuttgart nach Nürnberg so verkürzen, dass in Nürnberg gute Anschlüsse an die ICE in Richtung Berlin gegeben sind. Andererseits sollen die Kapazitätserweiterungen auf diesem durch S-Bahnen, Regional- und Fernzüge stark befahrenen Abschnitt für mehr zeitliche Puffer im Fahrplan sorgen. Ein drittes Gleis zwischen Stuttgart-Rohr - Böblingen und Herrenberg fordert der Verband Region Stuttgart, um ebenfalls Engpässe bei der Gleisbelegung zu beseitigen. Es müsse gewährleistet werden, den Fernverkehr zu verbessern, ohne das S-Bahnangebot zu verschlechtern. Denn die Pläne der Deutschen Bahn AG und des Landes, einen Stundentakt nach Zürich einzurichten, führen derzeit zu Konflikten mit der S1.

Die Modernisierung und Verlängerung der Neckarschleusen solle von Mannheim bis Plochingen erfolgen, so die Position des Verbands Region Stuttgart. Die Bundeswasserstraße Neckar zähle zu einer der wichtigsten Verkehrsinfrastrukturen der Region.

"Es ist unter keinen Umständen akzeptabel, dass durch die Pläne des Landes auf der Gäubahn voll besetzte Züge der S1 in Mitleidenschaft gezogen werden", sagte Rainer Ganske (CDU). Er kritisierte, das Land habe die L 1115 Backnang - Mundelsheim zur Bundesstraße hochgestuft, um deren Ausbau zu verhindern. Es gehe um ein "realistisches und finanzierbares Gesamtkonzept", schickte Thomas Leipnitz (SPD) voraus. Seine Fraktion lehne den Nord-Ost-Ring nach wie vor ab. "Wir lehnen es ab, wenn Straßen ohne jegliche Realisierungschance vom Land auf den Bund abgeschoben werden", sagte Bernhard Maier (Freie Wähler). Seine Fraktion halte an dem gültigen Regionalplan fest, darunter am Nord-Ost-Ring. Mark Breitenbücher (Grüne) wunderte sich über die Projektanmeldungen, die er als zu straßenlastig empfand. Filderauffahrt und Nord-Ost-Ring seien für seine Fraktion kein Thema. Kai Buschmann (FDP) unterstrich, dass der Ausbau der Gäubahn nicht zu Lasten der S-Bahn gehen dürfe. Der Nord-Ost-Ring sei dringend notwendig. "Die Verkehrsinfrastruktur auf der Straße ist völlig ausreichend", sagte Christoph Ozasek (Linke). Der einzig richtige Weg liege in der Verkehrsvermeidung.

Ebenerdig in die S-Bahn

Bahnhof Feuerbach erhält zwei Aufzüge - S-Bahnsteig wird erhöht

Die gemeinsamen Anstrengungen des Feuerbacher Bezirksbeirats und des Verbands Region Stuttgart scheinen zu fruchten: DB Station und Service hat zugesagt, den Bahnhof Feuerbach während der Bauarbeiten für Stuttgart 21 barrierefrei umzubauen. Zwei Aufzüge werden den Zugang zu den Bahnsteigen 1 und 2 erleichtern. Und auch die Bahnsteige selbst sollen auf S-Bahn-Niveau von 96 Zentimetern angehoben werden. Damit geht für Fahrgäste und politisch Verantwortliche ein lange gehegter Wunsch in Erfüllung. Von den rund 1,8 Millionen Euro Baukosten übernimmt der Verband Region Stuttgart den Anteil für die Planung in Höhe von 350.000 Euro. Das hat der Verkehrsausschuss heute einstimmig beschlossen.

Ursprünglich war der barrierefreie Ausbau des Bahnhofs Feuerbach erst nach Abschluss der Bauarbeiten für Stuttgart 21 vorgesehen. "Wir sind froh, dass die Bahn die bauliche Chance nun ergreift", sagt Wirtschaftsdirektor Dr. Jürgen Wurmthaler. Allerdings stellt sich wie an anderen Stationen im S-Bahn-Netz auch nach dem Umbau das Problem, dass zwischen Bahnsteigkante und Fahrzeug ein Spalt bleiben wird. Dies liegt an der unveränderten Kurvenlage der Station.

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PI_Verkehrsausschuss%2008_05.pdf(149 kB)

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