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Vorfahrt für S-Bahn nach Neuhausen und Göppingen

Verkehrsausschuss diskutiert über Erweiterung des S-Bahn-Netzes / S4/S60: Tarifhürden fallen
Stuttgart, 19.09.2012 | 

Der Verband Region Stuttgart möchte im Haushalt 2013 insgesamt 800.000 Euro einplanen und davon 100.000 Euro freigeben, um die ersten technischen Planungen der S-Bahn-Verlängerung von Filderstadt nach Neuhausen anzuschieben. Der Verkehrsausschuss hat diesem Projekt ebenso wie einer S-Bahn nach Göppingen heute eine hohe Priorität eingeräumt. Die Regionalpolitiker beschäftigten sich mit der Weiterentwicklung des S-Bahn-Netzes.

Da die Bundesförderung (GVFG) Ende 2019 ausläuft, sind die vertieften Planungen zu Neuhausen Voraussetzung, um die aktuellen Gesamtkosten zu ermitteln und die Finanzierung auf den Weg zu bringen. Das wird schwer genug. Von "Damoklesschwert" und "Fallbeil" war heute die Rede. Denn das Land werde den Anteil des Bundes nicht übernehmen für die Projekte, die bis dahin noch nicht abgerechnet sind, machte Regionalrat und SPD-Fraktionsvorsitzender im Landtag Claus Schmiedel deutlich. "Die S-Bahn nach Neuhausen verdient eine besondere Beachtung", sagte Wirtschaftsdirektor Dr. Jürgen Wurmthaler. Zum einen seien die Vorarbeiten recht weit vorangeschritten. Zum anderen sei dieses Projekt geeignet, um die SSB nicht nur bei der Planung, sondern auch bei der Umsetzung ins Boot zu holen. Angesichts der Erfahrungen mit den bisherigen S-Bahn-Projekten werde eine Zusammenarbeit mit der SSB geprüft, kündigte Dr. Wurmthaler an.

Auch wenn die betriebliche Untersuchung zur S-Bahn nach Göppingen im Oktober vorliegen wird, "zeichnet sich eine Kombilösung ab", so Dr. Wurmthaler. Zusätzlich zum bestehenden Regionalverkehr würde stündlich eine S-Bahn nach Göppingen fahren. Wenig abgewinnen kann die Region einer Schienenverbindung von Calw nach Renningen. Diese bringe eine "erhebliche Belastung des eingleisigen Abschnitts ohne verkehrliche Bedeutung für die Region", formulierte Dr. Wurmthaler. Das Interesse des Landkreises Calw sei verständlich und zeige die gestiegene Bedeutung des Schienenverkehrs.

Angesichts der Langfristigkeit von S-Bahn-Ausbauprojekten sei es notwendig Prioritäten zu setzen, sagte Rainer Ganske (CDU). "Es geht aber nicht nur um den Ausbau der Hardware, sondern auch um betriebliche Verbesserungen und um die Qualität."
"Die S-Bahn ist ein Erfolgsmodell", sagte Harald Raß (SPD). "Die Gültigkeit des VVS-Tarifs auch im Landkreis Göppingen sowie eine S-Bahn haben eine hohe Priorität." Bernhard Maier (Freie Wähler) sprach sich dafür aus, bei der S-Bahn-Verlängerung nach Neuhausen Gas zu geben, "um wenigstens dieses Projekt voranzubringen".

Mark Breitenbücher (Grüne) brachte einen Ringschluss von den Fildern nach Wendlingen ins Gespräch. "Die S-Bahn nach Göppingen muss vorangetrieben werden, damit die Region zusammenwächst." Als wenig aussichtsreich bewertete Armin Serwani (FDP) eine S-Bahn von Bietigheim-Bissingen nach Kirchheim/Neckar."Die S-Bahn ist dort angebracht, wo sie gewünscht ist." Im konkreten Fall gebe es allerdings einen guten Regionalverkehr. "Es gibt spannende Erweiterungsoptionen, aber lange Realisierungszeiten", fasste Christoph Ozasek (Linke) zusammen.

S4/S60: Tarifhürden fallen

Fünf Tarifzonen für Monats- und Jahreskarteninhaber

Der Verkehrsausschuss hat heute der VVS-Tariferhöhung um 2,9 Prozent ab 1. Januar 2013 zugestimmt. Kritik übten die Regionalpolitiker erneut daran, dass die Verkehrsunternehmen die Höhe des Tarifs festlegen. Das Bemühen um größere Transparenz zur Begründung der höheren Ticketpreise wurde positiv aufgenommen.

Für die Anlieger der neuen S-Bahn-Querverbindungen S 60 (Böblingen - Renningen) und S 4 (Marbach - Backnang) erzielte die Region Verbesserungen. Wenn die
S-Bahnen ab 9. Dezember fahren, können Fahrgäste mit Monats- oder Jahreskarten ihren Weg frei wählen. Die bisherigen tariflichen Hürden fallen. Es werden fünf Zonen fällig, egal in welche Richtung man unterwegs ist. Entlang der S 60 wird es also möglich, entweder mit der S 6 über Renningen - Leonberg nach Stuttgart zu fahren oder mit ebenfalls nur fünf Tarifzonen über Böblingen (heute 6 Zonen). Analog dazu können die Fahrgäste an der verlängerten S 4 über Marbach - Ludwigsburg nach Stuttgart mit fünf Zonen (heute 6 Zonen) fahren. Alternativ ist auch die Fahrt mit der S 3 über Backnang - Waiblingen nach Stuttgart möglich. Diese Änderung greift nicht für Einzel- oder Gruppentickets. Hier bleibt alles beim Alten.

Endspurt auf den Baustellen der S4 und S60
"Nach allem, was wir im Moment sagen können, sieht es bei den Bauarbeiten gut aus", führte Wirtschaftsdirektor Dr. Jürgen Wurmthaler aus. Allerdings sei der Endspurt auf den Baustellen mit weiteren Kostenforderungen der Deutschen Bahn AG verbunden. Diese würden vom Verband Region Stuttgart zurückgewiesen, stellten allerdings weitere Kostenrisiken dar.

Geschichte herunterladen:
PI_Tarif_S_Bahn_Erweiterung.pdf(92 kB)

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