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Wärme im Haus und mehr im Geldbeutel

Stuttgart, 02.07.2010 | 

Wo sind die Wärmelecks am eigenen Haus? Welcher Stromanbieter, der vorrangig auf erneuerbare Energien setzt, hat für mich den besten Tarif? Auf der Basis dieser Fragen gründeten 18 Schüler des Otto-Hahn-Gymnasiums in Ostfildern vor einem Jahr die Schülerfirma EnerXchange. Im Finale des Gründerwettbewerbs JUNIOR überzeugten sie die Jury mit ihrer Geschäftsidee, einer Agentur für Energieberatung. Bei der Präsentation im Bundeswirtschaftsministerium setzten sie sich gegen zwölf Schülerunternehmen aus den Bundesländern durch. "Die Schüler freuen sich riesig, dass sie den ersten Platz gemacht haben", erzählt Christine Nonnenmann, die als Lehrerin das Projekt betreut hat.

Hinter EnerXchange stehen 18 Zwölftklässler. Die Jungunternehmer erstellen Wärmebilder von Gebäuden und unterstützen die Kunden beim Stromanbieterwechsel. "Regenerative Energien sind ein gesellschaftliches Thema und da unsere Schule seit Jahren im Bereich Energieeinsparung aktiv ist, hatte sich schnell die Idee einer Energieberatung herauskristallisiert", berichtet Nonnenmann. Das Otto-Hahn-Gymnasiums in Ostfildern ist seit 2005 nach europäischer Umweltnorm zertifiziert und will mit einer Photovoltaikanlage die erste CO2-neutrale Schule der Region Stuttgart werden.

"EnerXchange hat am stärksten dadurch beeindruckt, dass sie ein Zukunftsthema aufgegriffen haben und dabei auch über alle Kriterien hinweg - von der Geschäftsidee bis hin zur Präsentation - die Jury überzeugt haben", so Juryvorsitzender Professor Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln. Das erste Kapital für die Schülerfirma floss über den Verkauf von Anteilscheinen, für die die Jungunternehmer auch Prominente gewonnen haben. So erwarben Wirtschaftsminister Ernst Pfister, Exministerpräsident Günther Oettinger, Umweltministerin Tanja Gönner, Bahn-Chef Rüdiger Grube und Daimler-Chef Dieter Zetsche Anteilscheine für je zehn Euro, deren Wert Dank guter Auftragslage auf inzwischen 35 Euro gestiegen ist.

Mit dem Grundkapital wurde eine Wärmebildkamera ausgeliehen und nach etwas Werbung in der Lokalpresse zogen die Schüler los, um im Auftrag auszuloten, wo die Wärme aus den Häusern entweicht. Dabei ergab sich so manche Überraschung. Dachte ein Hausbesitzer daran, dass seine Fenster nicht die besten wären, stellte sich plötzlich heraus, dass es durch die alte Haustür zog wie Hechtsuppe. Neugierige Nachbarn, die das Treiben beobachtet hatten, wollten dann auch eine Analyse ihrer Immobilie.

So gesellte sich ein Auftrag zum anderen, ebenso wie beim zweiten angebotenen Service, den besten Stromanbieter zu finden, der vorwiegend auf erneuerbare Energien setzt. Hier zeigte sich, dass vor allem jüngere, vielbeschäftigte Leute Interesse zeigten, die sich die lästige Aufgabe des Recherchierens gerne gegen Geld abnehmen ließen. Neben dem geschäftlichen Erfolg "lernen die Schüler natürlich sehr viel mehr als jeder Unterricht vermitteln kann", berichtet Nonnenmann, "vom Verfassen eines gut formulierten Briefes, über Buchhaltung, Zeitmanagement und Durchhaltevermögen. Was sie in diesem Jahr quasi als Unternehmer mitbekommen, davon werden sie ihr Leben lang profitieren."

Neben dem Zertifikat haben die Schüler auch ein Assessment-Center gewonnen, in dem sie ihre unternehmerischen Fähigkeiten weiter verbessern können. Es gibt sogar die Möglichkeit, dass die Mitarbeit bei einem solch aufwändigen Projekt als Teil der mündlichen Abiturprüfung gewertet wird, indem eine entsprechende Präsentation erstellt wird. Mitte Juli geht es gleich weiter, dann vertritt EnerXchange Deutschland beim Europafinale des Schülerfirmen-Wettbewerbs in Cagliari auf Sardinien.

www.enerxchange.de

Der Schülerfirmen-Wettbewerb JUNIOR

kürt bereits seit 1996 die besten Jungunternehmer. 2010 gab es eine Rekordzahl von 535 angemeldeten JUNIOR-Firmen mit insgesamt rund 7.300 beteiligten Schülern. Die Jugendlichen werden ein Jahr lang zu Jungunternehmern, die ihre Geschäftsidee am Markt etablieren und die praktischen Herausforderungen des Gründeralltags meistern müssen. Schirmherr ist der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie Rainer Brüderle.

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