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Warmes Wasser kann mehr als nur Rohre wärmen

Zwei Ingenieure aus der Region Stuttgart sind mit einem Artur-Fischer-Erfinderpreis ausgezeichnet worden
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Der Thermo Splitter von Ernst Bärenstecher und Erhardt Wächter gewinnt Wärme aus Abwasser

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Verleihung des Artur-Fischer-Erfinderpreises an Ernst Bärenstecher und Erhardt Wächter unter Beisein von Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid sowie Artur Fischer

Stuttgart, 01.08.2011 | 

Warme Abwässer fließen heute noch ungenutzt aus Wohngebäuden in Richtung Kläranlage und wärmen unterwegs die Abwasserrohre. Damit wird in Deutschland jährlich eine Energiemenge verschwendet, die der Stromproduktion von acht Atomkraftwerken entspricht. Das muss nicht sein, dachten sich die Architekten Ernst Bärenstecher und Erhardt Wächter aus der Region Stuttgart. Sie sind für ein Gerät, mit dem aus warmem Abwasser neue Energie gewonnen wird, mit einem Artur-Fischer-Erfinderpreis ausgezeichnet worden.

Das Gerät, das nicht mehr Platz in Anspruch nimmt als ein normaler Koffer, nennt sich Thermo Splitter. Der Thermo Splitter trennt das anfallende warme Abwasser vom kalten Abwasser, um die darin enthaltene Energie rückzugewinnen. "Wir leiten das warme Wasser in einen Wärmetauscher, der seine Energie dann an das kalte Wasser im Trinkwasserspeicher abgibt. Hier handelt es sich um dasselbe Prinzip, wie es bei thermischen Solaranlagen im Prinzip schon realisiert ist", erläutert Ernst Bärenstecher.

Eine einfache und wartungsfreie Mechanik sorgt für die Selbstreinigung der Anlage. Bärenstecher und Wächter sind beide Architekten und Ingenieure, die ein eigenes Büro in Kornwestheim betreiben. Sie versprechen sich von dem Verfahren einen Energie-Rückgewinnungsgrad von über 50 Prozent. "Das haben unsere Messungen im eigenen Haus gezeigt", sagt Erhardt Wächter. Nun muss nur noch ein Produzent für das praktische Gerät gefunden werden, dann wäre die Anlage in jedem Gebäude, ob alt oder neu, unkompliziert einzubauen oder nachzurüsten.

Die Entwicklung der beiden Architekten und Ingenieure liegt im Trend. Bei der Einreichung zum sechsten Wettbewerb des Artur-Fischer-Erfinderpreises lagen die Schwerpunkte in den Bereichen Umweltschutz, Energie, medizinische Innovationen und praktische Alltagshilfen. Der Erfinderpreis gilt als herausragendes Symbol der Innovationskultur in Baden-Württemberg und in der Region Stuttgart. Er wird alle zwei Jahre verliehen. Neben der praktischen Idee steht der Nutzen der Innovationen für Umweltschutz, Arbeitssicherheit oder Gesundheit im Blickpunkt. Bewertet wird auch das Engagement bei der Umsetzung der Erfindung in die Praxis.

Artur Fischer hat unter anderem den Fischer-Dübel erfunden. Die Fischerwerke verfügen mit deutlichem Abstand über die meisten Europäischen Technischen Zulassungen (ETA) und melden in Deutschland jährlich 14,19 Patente pro 1.000 Mitarbeiter an (der Industriedurchschnitt liegt bei 0,58). Artur Fischer selbst ist darüber hinaus der erfolgreichste deutsche Erfinder der Gegenwart mit den meisten Patenten, ein baden-württembergischer Unternehmer par excellence, der diesen Preis gemeinsam mit der Baden-Württemberg-Stiftung geschaffen hat.

www.erfinderpreis-bw.de

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