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Zwei Gartenperlen im Dienst der Wissenschaft

Die Lehr- und Versuchsgärten der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen sind auch für Besucher zugänglich
Nürtingen, 01.09.2010 | 

Es grünt und blüht an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen. Die einstige Ingenieurschule für Landbau hat sich zu einer akademischen Bildungsstätte mit einem einzigartigen Profil entwickelt. Das breite, praxisbezogene Fächerangebot reicht von Automobilwirtschaft über Tourismus- und Gesundheitsmanagement bis zu internationalem Finanzmanagement.

Darüber hinaus verfügt die Hochschule über zwei Perlen, die auch Außenstehenden zugänglich sind. Es sind die wissenschaftlichen Lehr- und Versuchsgärten, die sich in der Braike in Nürtingen, direkt hinter dem Neubau der Hochschule und Tachenhausen, im benachbarten Oberboihingen befinden.

Vor 25 Jahren wurde der Versuchsgarten Braike angelegt

Die 1982 und 1985 angelegten Gärten bieten vor allem den Studierenden der Landschaftsarchitektur und Landschaftsplanung die Möglichkeit, sich Pflanzen, Sortimente und deren Verwendung in der Praxis anzuschauen. Aber auch interessierten Besuchern und Pflanzenfreunden stehen die Gärten offen. Das Hofgut Tachenhausen, das sich auf einem 5,5 Hektar großen Gelände erstreckt, wird von der Nürtinger Hochschule als Lehr- und Versuchsbetrieb bewirtschaftet und zeigt neben verschiedenen Lebensbereichen für Stauden, Zwiebelpflanzen und Gräsern ein Rosen- sowie ein Paeoniensortiment, einen Bauerngarten mit Sommerflor, Beete mit Ziersträuchern oder Kletterpflanzen und eine Baumwiese mit Großgehölzen. Im Außenbereich befinden sich Wildgehölzhecken und Streuobstwiesen.

Dieses Jahr feiert die Hochschule das 25-jährige Bestehen des Lehr- und Versuchsgartens Braike. Dort steht die Wirkung der Pflanze als gestalterisches Element im Vordergrund. Heimische und fremdländische Pflanzen werden ihren Ansprüchen gemäß als Kompositionen präsentiert. Die knapp zwei Hektar große Anlage wurde erstmals 1985 bepflanzt. Direkt angegliedert an den Neubau der Hochschule, liegt sie an einem landschaftsprägenden Waldrand. Auf dem Gelände werden durch Erdmodellierungen und unterschiedliche Böden verschiedenste Standorte dargestellt. Neben der standortgerechten Verwendung von Stauden und Gehölzen werden auch traditionelle und neuartige Gestaltungsideen sowie spezielle Themenpflanzungen umgesetzt.

Fürs Auge und für die Wissenschaft

In der anwendungsbezogenen Forschung gehört die Staudensichtung und Pflanzenverwendung ebenso zu den Aufgaben der Wissenschaftler wie die Bereitstellung von Material für Untersuchungen im Rahmen von Diplomarbeiten. Das bepflanzte Gelände zeigt Themenwelten und geht auf die Anforderungen der jeweiligen Arten ein. So gibt es im Frühling den zauberhaften Blauen Garten, den ganzen Sommer über bis in den Herbst hinein prunken Beet- und Prachtstauden, ein Rosenhang verzaubert die Besucher, es gibt Schattenpflanzungen, die Freifläche Nordamerika, ebenso wie Steinanlagen und einen graulaubigen Garten, Wiesenpflanzungen und einen Teich- und Bachlauf.

Die ökologischen und ökonomischen Vorteile von Dachgärten und extensiver Dachbegrünung werden ebenfalls seit Jahren in Nürtingen erforscht und lassen sich besichtigen. Ein Naturwerkstein-Lehrpfad vermittelt Informationen über verschiedene im Garten- und Landschaftsbau verwendete Natursteinarten und deren Bearbeitungsmöglichkeiten. Die Anordnung der dargestellten Gesteine entspricht dabei ihrer Entstehungsgeschichte.

Im Bauerngarten blühen über 100 Sorten

Bäume, marktgängige Sortimente von Gehölzen, Stauden und Sommerblumen, die in der Landschaftsarchitektur, wie auch in der Landschaftsplanung Verwendung finden, werden hingegen im Lehr- und Versuchsgarten Tachenhausen vorgestellt. Die Eigenschaften der Einzelpflanze stehen im Vordergrund. Im Bauerngarten findet sich ein jährlich wechselndes Sortiment von Sommerblumen. Auf rund 500 Quadratmetern blühen rund 100 verschiedene einjährige Sorten, die in jährlich wechselnder Gestaltung präsentiert werden.

In beiden Anlagen können Führungen für Fach- und Laiengruppen gebucht werden. Beide Anlagen haben bis Ende Oktober ganztägig geöffnet. Am 5. und 12. September können Besucher in Sonderführungen Heil- und Kräuterpflanzen kennenlernen. Als "Kräuterinseln" sind Wild- und Zierformen von Kräutern gleicher Gattung auf "Inseln" zusammen gepflanzt. Farblich dazu abgestimmt bilden Sommerblumen und Stauden mit ihrer Farb- und Blütenpracht den dazu passenden Rahmen. Aus dem großen Sortiment an Heil- und Würzkräutern findet sich in dem Lehrgarten der Hochschule eine kleine Auswahl. Alte Bekannte wie Basilikum und Rosmarin, Neuheiten, wie Roter Hibiskus oder das Süßkraut finden sie darin genauso, wie essbare Tagetes oder Duftgeranien.

Die Besucher tauchen bei dieser Sonderführung ein in die Welt der Heil- und Würzkräuter mit ihren Düften und Farbe und erfahren Interessantes und Originelles über Heilkraft, Mythologie, Botanik bis hin zu kulinarischen Leckereien. Untermalt wird die Führung mit volkstümlichen Geschichten und Gedichten.

www.hfwu.de/de/lehr-versuchsgaerten/

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