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Junge Ideen zur regionalen Politik

Knapp 70 Jugendliche diskutieren über Zukunftsthemen der Region und formulieren konkrete Handlungsempfehlungen
20.11.2015 | 

STUTTGART: Eine WLAN-Option fürs VVS-Ticket, die frühere Beteiligung bei der Konzeption von Park- und Freizeitanlagen oder eine zentrale Plattform mit Infos zu Studium und Ausbildung – das sind einige Empfehlungen der knapp 70 Jugendlichen, die heute am Jugendforum des Verbands Region Stuttgart teilgenommen haben.Die 13- bis 25-Jährigen aus der gesamten Region beschäftigen sich den ganzen Freitag mit Themen wie Wohnen, Mobilität, Ausbildung, Arbeiten und Freizeit. Mit dabei waren Vertreter aller Fraktionen der Regionalversammlung. Als Informations- und Sparringspartner brachten sich Mitarbeiter von Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH und Verband Region Stuttgart ein. Auch der Kaufmännische Geschäftsführer der S-Bahn Stuttgart, Dr. Dirk Rothenstein, sowie die Landesstiftung Baden-Württemberg waren mit von der Partie. Mit einem „Wissensrad“ war die Landeszentrale für politische Bildung vertreten.

Jugendliche frühzeitig bei der Planung von Projekten zu beteiligen, könnte dazu beitragen, Vandalismus zu verhindern, empfehlen die jungen Leute. Sie wünschen sich mehr Outdoor-Sport- und Freizeitmöglichkeiten, eine stärkere Vernetzung und Abstimmung bei Themen der Mobilität und den Ausbau der S-Bahn. Um den Zugang zu MINT-Fächern zu erleichtern, wären außerschulische Lernportale eine gute Sache. Auch Vorurteile gegenüber MINT-Berufen sollten abgebaut werden. Es gebe schon zahlreiche Angebote, wie Pedelc-Ausleihe, doch müsste es bessere Informationen zu deren Nutzung geben. Urbanes Bauen sollte viele Hochhäuser mit Gemeinschaftseinrichtungen bieten, aber mit genügend freien Flächen dazwischen.

Lebendiges Format bringt kreative und viele Vorschläge
„Diese Ergebnisse werden für die Gremien der Regionalversammlung aufbereitet“, sicherte Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling zu. „Der Tag war eine Bereicherung“, sagte sie verbunden mit dem Dank an alle Beteiligten. Begeistert waren die Regionalräte von der Fülle und der Qualität der Vorschläge. In einer ersten Reaktion lobten sie die aktive, konzentrierte und kreative Diskussion. Gut angekommen ist bei den Regionalpolitikern auch das lebendige Format der Veranstaltung. Es seien viele neue Aspekte thematisiert worden, die in die weitere Arbeit einfließen werden.

Dr. Dirk Rothenstein sprach von „einer spannenden Diskussion mit sehr gut informierten und engagierten Teilnehmern.“ Für die S-Bahn Stuttgart seien gute Anregungen herausgekommen, zum Beispiel zu Aspekten rund um WLAN in S-Bahnen.

Region als wichtige Gestaltungs- und Entscheidungsebene

Zum Auftakt erhielten die Jugendlichen Informationen über den Verband Region Stuttgart, über seine Struktur, seine Aufgaben und Themen. „Gerade auch für Jugendliche ist die Region eine wichtige Gestaltungs- und Entscheidungsebene. Ihr Leben spielt sich überwiegend regional ab“, sagte der Vorsitzende des Verbands Region Stuttgart Thomas S. Bopp. Einleitend machte er deutlich: „Die direkt gewählte Regionalversammlung gibt uns eine starke Legitimation, regional, also überörtlich, zu denken und zu handeln. Deshalb kann sie mit großem Selbstbewusstsein zukunftsweisende Themen als Ganzes in den Blick nehmen und so unsere Region mitgestalten.“

Viele Aufgaben des Verbands Region Stuttgart wirken sich direkt oder mittelbar auf das Leben von jungen Menschen aus, erläuterte Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling. „Pedelec-Ausleihe, Neckarstrand, School-Abo oder Nacht-S-Bahnen all das gehört zur Bandbreite unserer Themen.“ Ein Merkmal des Verbands Region Stuttgart sei aber nicht nur diese breite Aufstellung, sondern gerade die thematische Verzahnung all dessen. „Das Milaneo ist in Stuttgart, weil ihr aus der ganzen Region mit der

S-Bahn dort gut hinkommt. Stellt euch vor, das Milaneo wäre nicht in Stuttgart, sondern vielleicht in Welzheim gebaut worden. Dann müsstet ihr dort irgendwie mit dem Auto hinfahren, also unnötig Verkehr verursachen.“ Damit erläuterte sie exemplarisch, wie regionalplanerische Steuerung und Vermeidung von Autoverkehr ineinandergreifen. Der Verband Region Stuttgart sei aber auch Vordenker für innovative Lösungen, zum Beispiel bei der Mobilität oder bei der Wirtschaftsförderung.

Einen weitsichtigen Blick nach vorne machte der Zukunftsforscher Alanus von Radecki vom Fraunhofer IAO-Institut. So seien Megacitys ein Trend, vor allem in Asien und Lateinamerika. Im Vergleich zu Mexiko-Stadt, Moskau oder Istanbul ist „die Region Stuttgart eine Insel der Seligen“, stellte er fest. Das liege auch an der Regionalplanung und an der wirtschaftlichen Stärke. Von Radecki sieht drei mögliche Szenarien für die Region Stuttgart. Erstens: Stuttgart wird als Stadt noch attraktiver oder mit den Worten des Forschers: „Stuttgart wird zum Magnet“. Zweitens: Alle sind vernetzt, also kann viel mehr virtuell von Zuhause erledigt werden. „Deshalb werden die Mittelstädte in der Region gestärkt“, so von Radecki. Und sein drittes Szenario sieht die Region Stuttgart als Labor für „digital economy“. Demnach werden viele kreative Köpfe digital zusammenarbeiten und Unternehmen beispielsweise in die Kreativwirtschaft investieren.

So gerüstet machten sich die Jugendlichen auf zur Diskussion an den sechs Themeninseln: „Her mit dem Traumjob“, „MI(N)T-Power zum Erfolg“, „Kurze Wege – wo wollen wir künftig wohnen und arbeiten?“, „Grillen, chillen, biken – Freiräume für alle(s)?“, „S-Bahn – Mobilitätsdienstleister der Zukunft?!“ und „Schnell, flexibel, günstig und umweltbewusst – Vorfahrt für vernetzte Mobilität.“

Pressemitteilung (als pdf-Datei)

 

 

 

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