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Regionale Angebote unterstützen Industriefirmen beim Strukturwandel

Regionale Strategie für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort wird weiterentwickelt
08.10.2018 | 

Bei der Bewältigung des Strukturwandels können Industriefirmen in der Region Stuttgart auf ein breites Unterstützungsnetzwerk zurückgreifen. Der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) Dr. Walter Rogg hat am Montag vor dem Wirtschaftsausschuss der Regionalversammlung die vielfältigen aktuellen und künftigen Angebote und Initiativen vorgestellt.  

In dem Anfang des Jahres gegründeten Transformationsbündnis Automobilwirtschaft Region Stuttgart legen die regionale Wirtschaftsförderung, Kammern, Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände, Arbeitsagenturen und Unternehmen den Schwerpunkt auf die Qualifizierung der Mitarbeiter für künftige Anforderungen. Grundlage dafür ist eine Befragung von 100 mittelständischen Firmen aus der Automobilbranche, die darüber Auskunft geben soll, welche Arbeitsplätze in welchem Zeitraum bedroht sein werden. Die Clusterinitiative Automotive Region Stuttgart (CARS) unterstützt seit vielen Jahren kleine und mittlere Firmen bei der Verbesserung ihrer Innovationsfähigkeit. Die Angebote von CARS werden vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen ausgebaut. Firmen der Branchen Maschinenbau und Produktionstechnik werden beim Prozess der weiteren Digitalisierung unterstützt, etwa durch Fachveranstaltungen, Förderprojekte, Technologietransfer und Entwicklungsnetzwerke. Für sie ist die neu geschaffene Position des Transformationsbeauftragten Industrieproduktion erste Anlaufstelle für Fragen.  

„Wir machen mehr als andere Regionen, weil für uns viel mehr auf dem Spiel steht“, sagte WRS-Geschäftsführer Dr. Walter Rogg. „Durch den Umbau des Antriebsstrangs beim Automobil und die Digitalisierung der Produktion geraten unsere Hauptarbeitgeber Automobilbau und die Produktionstechnik gleichzeitig unter Druck“, erklärte Dr. Rogg. Zudem seien die Wertschöpfungsketten stärker regional vernetzt als anderswo und viele Unternehmen anderer Branchen, wie etwa Softwarehersteller, Ingenieurdienstleister, Design- und Kommunikationsunternehmen sowie private und öffentliche Forschungsinstitute seien eng mit der Industrie verbunden. „Bestehende Strukturen und Arbeitsplätze sind mittel- und langfristig von vielen Seiten bedroht, auf der anderen Seite ergeben sich ganz neue Chancen durch neue Forschungs- und Entwicklungsthemen, Startups und Geschäftsmodelle. Diese großen Herausforderungen lassen sich nur im regionalen Schulterschluss meistern“, so das Fazit des Wirtschaftsförderers. 
Gemeinsam soll im kommenden Jahr auch die wirtschaftspolitische Strategie weiterentwickelt und neu ausgerichtet werden. Erste Ergebnisse sollen bei einem großen Standortkongress Ende 2019 vorgestellt werden.

Stimmen aus der Regionalversammlung

Andreas Koch (CDU) rechnet mit einem gewissen Verlust von Arbeitsplätzen. Doch „es ist nicht notwendig, in Hysterie zu verfallen, sondern nun die Grundlagen für neue Arbeitsplätze zu schaffen.“ Er plädiert dafür, neben der Elektromobilität auch die Brennstoffzellen-Technologie im Blick zu haben. Zudem begrüßt er, dass das Augenmerk auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie auf start up-Unternehmen gelegt wurde. Auch Michael Lateier (Grüne) befürwortete diese Ausrichtung. Er lobte die Praxisorientierung der Lösungsmöglichkeiten. Lateier weiter: „Es ist eine große Herausforderung und wir müssen sie annehmen“. Harald Raß (SPD) verwies darauf, dass sich auch im Handel und bei den Banken gravierende Veränderungen durch die Digitalisierung abspielen. Insgesamt sei auch wichtig, welche Perspektiven sich durch den Wandel ergeben und dass er positiv gestaltet wird. Als Beispiel nannte er, Mobilitätsbedarfe umweltgerecht, kostengünstig und sozial verträglich zu organisieren.  „Der Weg ist richtig“, lobte Gerd Maisch (Freie Wähler). Die Netzwerk- und Lobbyarbeit der WRS seien insbesondere für die KMU wichtig. Bisher hätten die Unternehmen anstehende Veränderungsprozesse gut gemeistert. Peter Rauscher (die Linke) sieht das Thema „in guten Händen“. Auch er hält es für wichtig, den Wandel „aktiv zu gestalten“. Nicht immer alle Unternehmen könnten sich jedoch erfolgreich an die Veränderungen anpassen. „Wohlstand kommt nicht von alleine“, mahnte Albrecht Braun (FDP). Es sei nun wichtig, griffige Werkzeuge für eine konsequente Umsetzung zu entwickeln. Stephan Schwarz (AfD) stellte in Frage, wie zielführend Qualifizierungsmaßnahmen von Mitarbeitern sind und wo die neuen Arbeitsplätze entstehen. Ulrich Deuschle (Innovative Politik) mahnte an, bei der Umstellung auf Elektromobilität auch die Bedürfnisse älterer Arbeitnehmer zu berücksichtigen.

Die Presseinformation als PDF-Download

 

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