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Region unterstützt Entwicklung neuer Ideen zur Lieferlogistik

Netzwerk bestehend aus Region, Kommunen, Kammern, Logistikunternehmen, Häfen und Wissenschaft soll dauerhaft etabliert werden. 50.000 Euro für Modellprojekte zur optimierten Lieferlogistik beschlossen.
03.07.2019 | 

Der Lieferverkehr in den Städten wird zunehmend zur Herausforderung für den allgemeinen Verkehr, Anwohner, Dienstleister und das Klima. Aus diesem Grund haben sich der Verband Region Stuttgart und die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH mit Lösungsansätzen beschäftigt. Im heutigen Ausschuss für Wirtschaft, Infrastruktur und Verwaltung wurden aktuelle Herausforderungen und Handlungsfelder präsentiert. Der Ausschuss beschloss die Förderung der Vernetzung mit dem Ziel, nachhaltige Modellprojekte für die Region zu erproben.

Von Juni 2016 bis Mai 2019 war die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH als einer von dreizehn kommunalen und regionalen Partnern am EU-Projekt SULPiTER beteiligt. SULPiTER untersuchte städtische Wirtschaftsverkehre und Handlungsfelder zu dessen umweltfreundlicher Optimierung. Ziel des Projekts war auch, die vorhandenen regionalen Akteure zusammenzuführen und das Wissen für die Verwaltungen nutzbar zu machen. Mit dem heutigen Beschluss des Ausschusses für Wirtschaft, Infrastruktur und Verwaltung wird die bisherige Arbeit fortgesetzt. So beschloss der Ausschuss, den im Projekt entstanden Arbeitskreis Regionaler Güterverkehr als dauerhaftes Netzwerk zu etablieren. Neben dem Austausch der relevanten Akteure ist das Ziel vor allem, Kommunen zu gewinnen, um modellhafte Umsetzungsprojekte zur urbanen Logistik in der Region zu entwickeln, zu begleiten und finanziell zu unterstützen. “Es gibt viele Projektideen, es fehlen jedoch Umsetzungsprojekte und Partner aus dem kommunalen Bereich. Das soll mit dem heutigen Beschluss und einem Budget von 50.000 Euro vorangetrieben werden. Zudem soll der Arbeitskreis als Plattform für Best Practice Maßnahmen dienen. Mikrodepot-Konzepte, Packstationen und Zustellanlagen oder Anlieferungs- und Parkierungsmodelle sind potenzielle Maßnahmen, die in diesem Zusammenhang erprobt werden könnten. Modellhafte Projekte zur urbanen Logistik sollen zudem in den IBA27-Quartieren Berücksichtigung finden.

Für Andreas Koch (CDU) steht es außer Zweifel, dass man auf diesem Gebiet etwas tun und Lieferlogistik besser organisieren muss. Seiner Meinung nach gibt es aber weitere Probleme. „Wenn immer mehr geliefert wird, gibt es auch immer mehr Verpackungen. Hier brauchen wir kreative Lösungen, um die Müllproblematik zu verbessern“. Zudem fordere die CDU seit 1999 die Etablierung von Güterverkehrszentren. Sabine Kober (Grüne) will das Thema weitertransportieren und sieht es als wichtige Aufgabe, Lösungsansätze im Rahmen der IBA27 mitzudenken und in die Projekte aufzunehmen. Sie ist gespannt und hofft auf baldige umgesetzte Projekte. Für Andrea Klöber (SPD) ist die Optimierung der Lieferlogistik eine große Frage der Stadtplanung. Zudem müsse man auch die „Verödung“ der Innenstädte durch den Versandhandel mitberücksichtigen. Laut Gerd Maisch (Freie Wähler) kann man die Augen vor der Lieferlogistik nicht verschließen. „Der stationäre Einzelhandel kämpft“, weshalb er sich schwertue, den Versandhandel mit Steuermittel zu unterstützen. Peter Rauscher (Linke) betonte, dass auch der stationäre Einzelhandel Lieferlogistik benötige. Seiner Meinung nach müsse man Nahversorgung verstärkt über Genossenschaftsläden sicherstellen. Albrecht Braun (FDP) zeigte sich erfreut, dass ein Prozess in Gang komme, da seine Fraktion schon in Vergangenheit das Thema Logistik als Zukunftsthema identifiziert habe.

Die Presseinformation als PDF-Download

 

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